Ich möchte Ihnen zwei wichtige Buchempfehlungen zum Thema „Digitale Selbstverteidigung“ ans Herz legen.

Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst

von Jaron Lanier
Hoffmann und Campe Verlag GmbH, 2018, 208 Seiten

Der Tech-Guru und Vordenker des Internets, Jaron Lanier, hat klare Worte gefunden gegen den Strom von Plattformen wie Facebook, Instagram, Twitter, Google und Co zu schwimmen. Er beschreibt detailliert, wie Kunden perfekt überwacht und z. B. über personalisierte Filterblasen Meinungen und Gefühle gebildet werden.

Für mich ist dieses Buch eine erste Erklärung gewesen zu verstehen, warum Hass, Verachtung und Angstmacherei sinnvoll sind im Ranking um Aufmerksamkeit und „Beliebtheit“ im Netz. Dabei machen die Brooker der Plattformen ein Milliarden-Geschäft mit der Ultradatenspeicherung von sorglosen Usern. Die Negativ-Spirale dieser Gefühls- und Meinungsbildung spaltet uns zutiefst. Doch wir können mit Eigenverantwortung und menschlicher Zugewandtheit agieren. Lesen Sie selbst und treffen eine Entscheidung, wem Sie zukünftig Ihre Vitaldaten anvertrauen.

Mich kriegt ihr nicht! Die wichtigsten Schritte zur digitalen Selbstverteidigung

von Steffan Heuer und Pernille Tranberg
Murmann Verlag GmbH, 3. Auflage, 2013, 272 Seiten

Das Buch „Mich kriegt ihr nicht! Die wichtigsten Schritte zur digitalen Selbstverteidigung“ von Steffan Heuer und Pernille Tranberg ist eine Schritt-für-Schritt-Gebrauchsanleitung, wie man seine Identität im Netz schützen kann, ohne auf die Nutzung des Internets verzichten zu müssen. Nach Heuer dreht sich alles um die drei Vs: Verweigern, Verschleiern, Verschlüsseln. Das erste V bezieht sich auf das Wort Verweigern. Das bedeutet, der Nutzer verwendet keine realen Namen und Geburtsdaten. Das zweite V steht für Verschleiern. In diesem Fall geht der Nutzer beispielsweise mit dem TOR-Browser, der die IP-Adresse verschleiert, ins Netz und verdeckt damit seine Identität. Last but not least rät das dritte V, Verschlüsseln, dass man alle persönlichen Daten im Netz verschlüsseln sollte. Dies fängt an mit einer geschützten E-Mail-Adresse über eine verschlüsselte IP-Adresse bis hin zur Nutzung von alternativen Suchmaschinen wie http://www.startpage.com, die garantieren, dass man ungestört durchs Netzt surfen kann, ohne dass diese Informationen irgendwo gespeichert oder an Dritte weitergegeben werden.

Mit praktischen Tipps zeigen Heuer und Tranberg, dass man der digitalen Welt mitnichten ausgeliefert ist, sondern dass man durchaus in der Lage ist, sich zu verteidigen und zu schützen.

Doch lesen Sie selbst und treffen Sie eine Entscheidung, wie Sie in Zukunft Ihr digitales Ich im Netz zeigen wollen. Nach dem Motto: Das WWW vergisst nicht und was ich den Anderen hinterlasse!