Mimikresonanz Kurse
Gefühle sehen, Menschen verstehen und gemeinsame Brücken bauen.

Häufig gestellte Fragen zu Mimikresonanz®

Wozu soll ich ein Seminar besuchen, ich kann doch die Mimik eines Menschen lesen?

Die sehr feinen Bewegungen im Gesicht eines Menschen sind die sogenannten Mikroexpressionen, die unbewusst auftreten und im Durchschnitt nur 40 bis 500 Millisekunden zu sehen sind. Nur mit einem geschulten Auge kann man sie erkennen. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die meisten Menschen diese Gesichtsausdrücke übersehen. Im  Mimikresonanz®-Seminar lernen Sie, diese Bewegungen zu erkennen.

Was habe ich davon, wenn ich Emotionen von anderen Menschen erkennen kann?

Mimikresonanz® ist eine Orientierungshilfe, mit der man erkennen kann, wie sich ein Mensch fühlt. Es gibt auch Gefühle, z. B. Angst, Ekel oder Verachtung, die wir anderen nicht direkt mitteilen möchten. Wenn Sie die Fähigkeit besitzen, diese emotionalen Signale zu erkennen, können Sie glaubwürdiger und emphatischer auf Ihren Gesprächspartner eingehen und angemessen reagieren und agieren.

Für wen ist Mimikresonanz® nützlich?

Mimikresonanz® in der Verhandlungsführung

In fast allen Unternehmensbereichen ist erfolgreiche Verhandlungsführung zu einer Kernkompetenz für Führungskräfte und Manager geworden. Sie verhandeln mit Vorgesetzten, Mitarbeitern, Kunden und Dienstleistern. Dabei kann es sich um Visionen, Ziele, Verträge, Leistungen oder Konditionen handeln. Verhandler, die mit der Mimikresonanz®-Methode arbeiten, kommen schneller zum Ziel, weil ihr Blick für die versteckten Botschaften in der Mimik des Gegenübers geschärft ist.

Mimikresonanz® für Personaler und Personalentscheider

Sie erweitern Ihren Methodenkoffer um ein wertvolles Diagnoseinstrument und schärfen dadurch Ihre Wahrnehmung. In Ihrer Rolle als Personalentscheider führen Sie vertrauensvolle Gespräche. Mittels präziser Beobachtung gewinnen Sie zusätzliche Informationen über Ihre Gesprächspartner. Sie erfassen Stressoren und sensible Punkte sofort und können angemessen vorgehen.

Mimikresonanz® in Coaching und Therapie

Sie schärfen Ihre Wahrnehmung dafür, welche Emotionen Ihre Klienten/Patienten bewegen und wo Ansatzpunkte für einen erfolgreichen Veränderungsprozess sind. Aber nicht nur das bessere Erkennen der Gefühle Ihrer Klienten/Patienten beeinflusst den Coaching-/Therapieerfolg. Studien haben gezeigt, dass dieser auch durch die mimischen Signale beeinflusst wird, die Sie als Coach/Therapeut aussenden. Deshalb wird in den Mimikresonanz-Seminaren auch die Achtsamkeit für die eigenen mimischen Signale trainiert.

Mimikresonanz® im Service

Je schneller Sie die Gefühle Ihrer Kunden/Gäste wahrnehmen, desto leichter können Sie auf die Wünsche eingehen. Die eigene Kommunikation kann auf die Stimmung des Gegenübers abgestimmt werden. Gerade im Beschwerdemanagement kann das Erkennen von mimischen Signalen Gold wert sein, da Sie viel zugewandter reagieren können. Und ein Kunde, dessen Beschwerden ernst genommen und für den zufriedenstellende Lösungen gefunden werden, ist und bleibt ein treuer Kunde.

Mimikresonanz® für Sicherheitskräfte

Vorausschauendes Erkennen von brisanten, womöglich gefährlichen Situationen, gibt Ihnen einen Vorsprung, den Sie einsetzen können. Dabei können Eskalationen vermieden und Konflikte vorausschauend gelöst werden.

Woher kommt die Mimikresonanz® eigentlich?

Das Mimikresonanz®-Training wurde von Dirk W. Eilert im Jahr 2011 in Deutschland entwickelt. Es wird inhaltlich und didaktisch kontinuierlich weiterentwickelt und auf den neuesten Stand der Mimikforschung gebracht.

Auf welchem geschichtlichen Hintergrund wurde das Mimikresonanz®-Training entwickelt?

Dass unsere Mimik sehr schnelle Botschaften in Form von Mikroexpressionen sendet, entdeckten in den 1960er-Jahren die beiden Psychologen Ernest A. Haggard und Kenneth S. Isaacs. Die beiden schauten sich in Zeitlupengeschwindigkeit auf Video aufgezeichnete Psychotherapie‐Sitzungen an und entdeckten bei den Patienten sehr schnelle Gesichtsausdrücke, die gerade einmal 125 bis 200 Millisekunden andauerten. Sie stellten fest, dass diese schnellen Expressionen in der Regel Inkongruenzen ausdrückten, das heißt, in Situationen auftauchten, in denen der verbale Inhalt des Gesagten der Botschaft der Mikroexpression widersprach. Der Patient sagt also zum Beispiel: „Mir geht es gut“, zeigt dabei aber eine Mikroexpressionen von Trauer im Gesicht.

Dass sich Inkongruenzen in Form von Mikroexpressionen gerade in der Mimik zeigen, ist kein Zufall. Denn wie Sie bereits wissen werden an keinem anderen Körperbereich Emotionen so deutlich und konkret wie im Gesicht. Einer der Hauptgründe dafür ist, dass unsere mimische Muskulatur direkt mit unserem limbischen System – unserem Emotionszentrum – „verdrahtet“ ist. Von vielen Menschen wird die Mimik als Informationsquelle aber immer noch vernachlässigt. Gerade wenn es um die teilweise sehr schnellen und feinen Bewegungen in Form von Mikroexpressionen geht.

Ein weiterer Meilenstein war in den 1960er‐Jahren die Entdeckung, dass der mimische Ausdruck bestimmter Emotionen – der sogenannten Basisemotionen – kulturübergreifend gleich ist. Dabei handelt es sich um Angst, Überraschung, Ärger, Ekel, Verachtung, Trauer und Freude. Das heißt, unabhängig davon ob Sie sich mit einem Asiaten, Europäer, Amerikaner, Australier oder Afrikaner unterhalten, der Gesichtsausdruck, um diese sieben Emotionen zu transportieren, ist immer gleich und damit universell. Die Entschlüsselung des Mimik-Codes war das Facial Action Coding System (kurz: FACS). Dieses Codierungssystem, das 1978 von den beiden amerikanischen Psychologen Paul Ekman und Wallace Friesen nach acht Jahren intensiver Forschung veröffentlicht wurde, ermöglicht es, sämtliche Gesichtsbewegungen zu erfassen. Es handelt sich dabei quasi um einen Atlas der menschlichen Mimik, der allerdings noch keine Aussage darüber macht, welche Bewegung auf welche Emotion hinweist. Dies wurde in den Folgejahren durch eine Vielzahl von Wissenschaftlern in aufwendiger Kleinarbeit aufgedeckt.

Für uns sind diese Forschungsergebnisse wertvolle Erkenntnisse. Sie ermöglichen es uns, auf wissenschaftlicher Basis zu trainieren, die Gesichtsausdrücke der sieben Basisemotionen anhand von Mikroexpressionen zu erkennen und richtig zu deuten. Jede dieser Emotionen wird im allgemeinen Sprachgebrauch je nach Intensität und Ausprägung durch verschiedene Begriffe ausgedrückt.